Die besten Tipps gegen Schmerzen!

Ich habe dir die besten Tipps gegen Schmerzen zusammengestellt, welche dir helfen können, ohne – oder mit weniger – chemischen Hilfsmittel auszukommen.

Klar, Ibuprofen und Paracetamol sind wirksame Schmerzmittel, aber sie können Nebenwirkungen verursachen und abhängig machen. Oft belasten chemische Schmerzmittel den Magen und nicht zuletzt die Leber und die Niere.

Schmerzen sind eine unangenehme Empfindung und emotionale Erfahrung, die mit einer Gewebeschädigung verbunden ist. Doch er ist wichtig, denn er signalisiert uns, dass etwas nicht stimmt und ermöglicht es dem Körper auf diese Weise, zu reagieren und weitere Gewebeschäden zu verhindern.

Menschen empfinden Schmerz, wenn ein Signal durch Nervenfasern zum Gehirn wandert und dort interpretiert wird. Die Schmerzerfahrung ist bei jedem Menschen anders, und es gibt verschiedene Arten, Schmerzen zu empfinden und zu beschreiben. Diese Variation kann in manchen Fällen die Definition und Behandlung von Schmerzen zu einer Herausforderung machen.

Schmerzen können kurz- oder langfristig sein und an einer Stelle bleiben oder sich im Körper ausbreiten.

Beginnen möchte ich mit unserer Naturapotheke, welche allen zur Verfügung steht. Danach werde ich noch die Wichtigkeit der körperlichen Aktivität und zu guter Letzt die Vorteile der Meditation vorstellen.

Tipp Nr. 1: Rosmarin

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Tipps gegen Schmerzen
Rosmarin – Salvia rosmarinus

Ich bin ein grosser Rosmarin-Fan und habe mir jahrelang selber daraus Tinkturen hergestellt. Er ist nicht nur ein Schmerzkiller, er ist auch ein Frauenkraut, wirkt blutverdünnend und damit gegen Krampfadern und Besenreisser, er ist reich an Antioxidantien, er stärkt die Libido, er verbessert unser Gedächtnis und unsere Konzentrationsfähigkeit, hilft bei Verdauungsbeschwerden und wenn man ihn dem Essen beimischt, ist er eine gute Quelle für Eisen, Kalzium und Vitamin B6.

Laborstudien haben gezeigt, dass Rosmarin reich an Antioxidantien ist, die eine wichtige Rolle bei der Neutralisierung von schädlichen Partikeln, den sogenannten freien Radikalen, spielen.

Aroma steigert Konzentration, Leistung, Geschwindigkeit und Genauigkeit

Laut der Forschung, die in Therapeutic Advances in Psychopharmacology beschrieben wurde, kann das Aroma von Rosmarin die Konzentration, Leistung, Geschwindigkeit und Genauigkeit einer Person verbessern und zudem ihre Stimmung. Ausserdem haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Rosmarin auch Schäden durch freie Radikale im Gehirn abwehren kann durch den Inhaltsstoff Carnosinsäure. Zudem laufen Studien darüber, dass Rosmarin sehr erfolgsversprechend sein soll gegen die Alterung des Gehirns wie z.B. bei Alzheimer.

Einige Studien an Ratten haben ergeben, dass Rosmarin für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, nützlich sein könnte. Rosmarin scheint schützend gegen Hirnschäden zu sein und kann die Genesung verbessern.

Naja, es gibt so viele positive Eigenschaften von Rosmarin. Es gibt auch Studien, die belegen, dass er die Ausbreitung von Krebszellen verlangsamt oder vor einer Makuladegeneration schützt. Doch darüber schreibe ich wohl besser einen Extra-Beitrag.

Zurück zu den Schmerzen. Die, in Rosmarin enthaltenen Inhaltsstoffe lindern eine Vielzahl unterschiedlicher Schmerzen, u.a.:

  • Migräne und andere Kopfschmerzarten
  • Zahnfleischentzündungen
  • Mund- und Rachenschmerzen
  • Glieder- und Muskelschmerzen
  • Rheumatische Beschwerden

Hohe Dosen von Rosmarin können zu einer Fehlgeburt führen; Es wirkt wehenfördernd und deshalb sollten schwangere Frauen immer sehr vorsichtig damit umgehen oder am besten darauf verzichten!

Im Handel erhältst du Rosmarinöl, Rosmarinbäder und Rosmarinkapseln.

Tipp Nr. 2: Nelken

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Tipps gegen Schmerzen
Gewürznelken – Syzygium aromaticum

Nelken werden traditionell als Hausmittel zur Linderung von Zahnschmerzen verwendet.

In einer Studie aus dem Jahr 2006 wurde festgestellt, dass Nelkengel genauso wirksam ist wie Benzocain-Gel, ein Gel, das von Zahnärzten häufig zur Reduzierung von Nadelschmerzen verwendet wird.

Die Forscher trugen Nelken, Benzocain-Gel oder ein Placebo auf die Innenseite der Münder der Teilnehmer auf. Sie berichteten über geringere Schmerzen sowohl mit Nelken- als auch mit Benzocain-Gel, aber nicht mit Placebos.

Forscher glauben auch, dass Nelken eine antioxidative, entzündungshemmende, antimykotische und antivirale Wirkung haben.

Zur Anwendung eignet sich das herkömmliche Nelkenpulfer oder online erhältst du auch Nelkenöle oder Kapseln.

Tipp Nr. 3: Chili

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Tipps gegen Schmerzen
Chili

Eine Studie aus dem Jahr 2011 weist auf die wichtige Rolle hin, die Capsaicin-Cremes und -Pflaster bei der Schmerzbehandlung spielen. Capsaicin ist in Chilischoten enthalten. Viele schmerzlindernde Produkte enthalten Capsaicin. Diese Substanz kann ein leichtes Brennen oder Kribbeln verursachen, wenn eine Person sie äusserlich aufträgt.

Forscher sind sich noch nicht sicher, warum es Schmerzen lindert, aber einige glauben, dass es die Schmerzempfindlichkeit der Haut reduziert, indem es auf die Nozizeptoren wirkt. Das sind Nerven, die Schmerzsignale weiterleiten.

Nicht für Schwangere, Stillende, Diabetiker und Personen mit niedrigem Blutzuckerspiegel geeignet!

Cremes, welche Capsaicin enthalten sowie Kapseln sind im Handel erhältlich.

Tipp Nr. 4: Ingwer

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Tipps gegen Schmerzen
Ingwer – Zingiber officinale

Ingwer hat entzündungshemmende, antioxidative und krebshemmende Eigenschaften. Aus diesem Grund wird angenommen, dass er auch die allgemeine Immunität stärkt.

Auch hier könnte ich hunderte von Vorteilen für unsere Gesundheit aufzählen, aber ich bleibe jetzt beim Thema Schmerzen.

Besonders für Menschen mit Arthritis sind seine entzündungshemmenden Eigenschaften von besonderem Nutzen. Er enthält entzündungshemmende Verbindungen, die wie COX-2-Hemmer wirken. COX-2-Hemmer sind Medikamente, die zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt werden.

Eine Studie aus dem Jahr 2000 (auf Pubmed.gov publ.) fand heraus, dass Ingwerextrakt – in der ersten Behandlungsperiode einer Cross-Over-Studie – genauso wirksam war wie Ibuprofen. In einer anderen Studie 2016 (auf tandfonline.com publ.) fanden Forscher heraus, dass Ingwer und Echinacea Entzündungen und Schmerzen nach einer Knieoperation bemerkenswert reduziert.

In einer weiteren Studie von 2001 (auf Pubmed.gov publ.) fanden Wissenschaftler heraus, dass hochkonzentrierte Dosen von Ingwerextrakt bei der Behandlung von Menschen mit Osteoarthritis am Knie wirksam waren. Vor Beginn der Studie hatten die Teilnehmer mässige bis starke Knieschmerzen. Die Einnahme des Extraktes half, die Knieschmerzen beim Stehen und nach dem Gehen signifikant zu reduzieren.

Die Ergebnisse einer durchgeführten Tierstudie im Jahre 2002 mit Ratten legen nahe, dass Ingwer helfen kann, Gelenkschmerzen bei rheumatoider Arthritis zu lindern. Es wurde gezeigt, dass er die Entzündung reduziert, wenn er vier Wochen lang in hohen Dosen eingenommen wurde.

Linderung von Schmerzen und Entzündungen bei Muskelschmerzen

Forscher einer Studie aus dem Jahr 2010 fanden auch heraus, dass Ingwer ein wirksames Schmerzmittel für menschliche Muskelschmerzen ist, die aus einer durch Sport verursachten Verletzung resultieren. Teilnehmer, die zwei Gramm entweder roh oder erhitzt zu sich nahmen, erlebten eine Verringerung von Schmerzen und Entzündungen. Es wurde vermutet, dass die wärmebehandelte Form eine stärkere Wirkung hat, aber beide Arten erwiesen sich als gleichermassen hilfreich.

Auch das Auftragen einer ingwerhaltigen Creme oder eines Gels direkt auf die betroffene Stelle kann hilfreich sein. Laut den Ergebnissen einer Studie aus dem Jahr 2015 (auf Pubmed.gov publ.) – ist Ingwerextrakt in der Lage, Osteoarthritis in Knien zu verbessern, wenn er äusserlich aufgetragen wird. Die Teilnehmer trugen 12 Wochen lang dreimal täglich von dem Extrakt auf. Während dieser Zeit erfuhren sie eine beachtliche Verringerung der Schmerzen und anderer Symptome.

Eine Studie mit 150 Frauen mit Menstruationsschmerzen verglich die schmerzlindernden Eigenschaften von Ingwer mit Ibuprofen und einem verschreibungspflichtigen NSAID (nichtsteroidales Antirheumatikum) und stellte fest, dass sie gleich wirksam sind.

Eine andere Studie fand heraus, dass Ingwer genauso wirksam war wie ein gängiges Triptan-Medikament, das zur Behandlung vieler Arten von Migräne-Kopfschmerzen eingesetzt wird. Sowohl pulverisierter Ingwer als auch das Triptan linderten den Kopfschmerz innerhalb von zwei Stunden.

Tipp Nr. 5: Mutterkraut

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Mutterkraut – Tanacetum parthenium

Mutterkraut ist eine Heilpflanze, die traditionell zur Behandlung von Fieber, Migräne, rheumatischer Arthritis, Magenschmerzen, Zahnschmerzen, Insektenstichen und Problemen mit der Menstruation eingesetzt wird. Es hilft auch Wehen einzuleiten, weshalb schwangeren Frauen von der Einnahme abgeraten wird.

Eine Studie mit 8 Mutterkraut-behandelten Patienten und 9 Placebo-Kontrollpatienten ergab, dass die Patienten, die das Kraut bis zu 6 Monate lang einnahmen, über weniger Kopfschmerzen berichteten. Die Patienten in beiden Gruppen nahmen das Kraut über mehrere Jahre selbst ein, bevor sie an der Studie teilnahmen. Die Häufigkeit der Kopfschmerzen blieb bei den Patienten, die Mutterkraut einnahmen, konstant, stieg aber bei den Patienten, die während der Studie zu Placebo wechselten, fast um das Dreifache an. Übelkeit und Erbrechen waren bei Patienten, die Mutterkraut einnahmen, ebenfalls reduziert. Diese Ergebnisse wurden in einer neueren placebokontrollierten Studie an 72 Migränepatienten bestätigt. Auf der Grundlage ihrer Untersuchungen sagten die Forscher voraus, dass Mutterkraut nicht nur bei klassischer Migräne und Clusterkopfschmerzen, sondern auch bei prämenstruellen, menstruellen und anderen Kopfschmerzen nützlich sein kann.

Monoterpene in der Pflanze können eine insektizide Wirkung ausüben, und Alpha-Pinen-Derivate können sedierende und leicht beruhigende Effekte besitzen. Extrakte der Pflanze hemmen auch die Freisetzung von Enzymen aus weissen Blutkörperchen, die sich in entzündeten Gelenken befinden, und ein ähnlicher entzündungshemmender Effekt kann in der Haut auftreten, was eine Begründung für die traditionelle Verwendung von Mutterkraut bei Psoriasis liefert.

Besserer Griff dank Mutterkraut

Seine Wirkung auf rheumatoide Arthritis wurde in einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie untersucht. Einundvierzig Frauen mit rheumatoider Arthritis wurden randomisiert, um Placebo oder Mutterkraut 70-86 mg für 6 Wochen einzunehmen. Von den 15 getesteten Parametern verbesserte sich die Griffstärke in den Händen signifikant und zwar nur in der Mutterkrautgruppe!

Mutterkraut ist als Offenware in Apotheken und Drogerien erhältlich. Es gibt auch Kapseln und Tropfen im Handel.

Tipp Nr. 6: Kurkuma

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Tipps gegen Schmerzen
Kurkuma – Curcuma longa

Kurkuma ist vielleicht die effektivste Nahrungsergänzung, die es gibt. Viele hochwertige Studien zeigen, dass es grossartige Vorteile für unseren Körper und unser Gehirn hat.

Curcumin, der Wirkstoff des Gewürzes Kurkuma, wirkt schmerzlindernd. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Kurkuma-Extrakt bei der Behandlung von Knie-Arthrose genauso wirksam ist wie Ibuprofen, wenn eine Person es 4 Wochen lang einnimmt.

Kurkuma ist auch ein gängiges pflanzliches Mittel zur Reduzierung von Entzündungen. Um Kurkuma in seiner natürlichen Form in die Ernährung einzubeziehen, kannst du es zu Currys, Smoothies oder Säften hinzufügen. Allerdings ist der Curcumin-Gehalt in einer Wurzel (wie wir sie im Geschäft kaufen können) nicht so hoch. Es entspricht ungefähr 3%. Man müsste ziemlich viel davon verzehren.

Die meisten Studien wurden mit Kurkuma-Extrakten (Curcumin), welche Dosierungen mit oft mehr als 1 Gramm pro Tag enthielten, durchgeführt. Es wäre also sehr schwierig, diese Werte nur durch die Verwendung des Kurkuma-Gewürzes in Ihren Lebensmitteln zu erreichen.

Mit Piperin eine verbesserte Aufnahme

Es gibt verschiedene Theorien bzgl. der Erhöhung der Aufnahme im Blutkreislauf. Die gleichzeitige Einnahme von Piperin ist eine davon. Dazu gibt es auch Studien, welche du im Internet finden kannst.

Wissenschaftler glauben inzwischen, dass chronische, unterschwellige Entzündungen bei fast jeder chronischen, westlichen Krankheit eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Herzerkrankungen, Krebs, das metabolische Syndrom, Alzheimer und verschiedene degenerative Erkrankungen (z.B. Arthritis, Osteoporose, etc.), bei welchen Schmerzen oft damit einher gehen.

Daher ist alles, was helfen kann, chronische Entzündungen zu bekämpfen, von potenzieller Bedeutung für die Vorbeugung und sogar die Behandlung dieser Krankheiten und den damit verbundenen Schmerzen.

Angesichts der Tatsache, dass Curcumin eine starke entzündungshemmende Wirkung hat, macht es Sinn, dass es bei Rheuma hilft. In mehreren Studien über rheumatoide Arthritis war Curcumin sogar wirksamer als ein entzündungshemmendes Medikament.

Curcumin-Nahrungsergänzungsmittel findest du in Hülle und Fülle im Handel.

Tipp Nr. 7: Lavendel

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Tipps gegen Schmerzen
Lavendel – Lavandula angustifolia

Früher hat mich Lavendel immer an Mottenkugeln erinnert und irgendwie mochte ich ihn deswegen nicht besonders. Heute hingegen liebe ich den Duft von Lavendel über alles. Es beruhigt mich und macht mich glücklich.

Im Jahr 2013 fanden Forscher heraus, dass ätherisches Lavendelöl bei Kindern hilft, Schmerzen nach einer Mandeloperation zu lindern. Kinder, die den Duft von Lavendel inhalierten, waren in der Lage, ihre tägliche Dosis Paracetamol nach der Operation stetig zu reduzieren.

Lavendel – wirksames Schmerzmittel

Forscher haben 2015 in einer Studie (auf Pubmed.gov publ.) herausgefunden, dass ätherisches Lavendelöl ein wirksames Analgetikum (schmerzstillendes Mittel) ist und entzündungshemmende Eigenschaften hat. In einem Versuch wurde Probanden verdünntes ätherisches Lavendelöl äusserlich aufgetragen und bewirkte eine Schmerzlinderung, die mit der des verschreibungspflichtigen Medikaments Tramadol vergleichbar war.

Eine Studie (auf Pubmed.gov publ.) aus dem Jahr 2012 untersuchte, ob ätherisches Lavendelöl in der Lage ist, Migräne-Kopfschmerzen zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigten, dass das Einatmen des Lavendelduftes die Schwere der Migräne-Kopfschmerzsymptome wirksam linderte.

Du tust dir also etwas Gutes, wenn du Zuhause ein bisschen Lavendelduft mittels ätherischen Ölen oder Kerzen versprühst. Schmerzen hin oder her.

Tipp Nr. 8: Pfefferminze

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Tipps gegen Schmerzen
Pfefferminze – Mentha × piperita

Aufzeichnungen über die Verwendung von Minzpflanzen zu medizinischen Zwecken reichen bis in die Zeit des alten Ägyptens, Griechenlands und Roms zurück.

Eine aktuelle Auswertung (auf Pubmed.gov publ.) von 12 Studien untersuchte die Wirksamkeit von Pfefferminzölkapseln im Vergleich zu Placebo bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms. Die Forscher fanden heraus, dass die Behandlung mit Pfefferminzöl Bauchschmerzen und andere Symptome des Reizdarmsyndroms verbesserte.

Pfefferminze kann ausserdem zur Behandlung von Blähungen, Menstruationsschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, depressionsbedingten Ängsten, Muskel- und Nervenschmerzen, Erkältung, und bei Verdauungsstörungen verwendet werden.

Tipp Nr. 9: Vegane Ernährung

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Tipps gegen Schmerzen

Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass eine vegane Ernährung bei chronischen Schmerzsymptomen helfen kann und gleichzeitig erhebliche Vorteile in anderen Bereichen bietet, wie z. B. Gewichtsabnahme und ein geringeres Risiko für Herz- und andere entwickelte Krankheiten wie Typ-2-Diabetes.

Bei einer rein veganen Ernährung wird auf jede Art von Nahrung verzichtet, die von einem Tier stammt.

Dazu gehören Fleisch, Eier, Milch und alles, was aus einer dieser Zutaten hergestellt wird (nein, Eiscreme ist nicht vegan! Ebenso wenig wie Butter, Käse, Fisch, Honig oder Schalentiere). Veganer erfüllen alle täglichen Ernährungsempfehlungen durch den Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und Körnern. Einige ergänzen ihre Ernährung mit B-Vitaminen, doch viele achten darauf, dass sie ihren Nährstoffbedarf auch ohne Nahrungsergänzungsmittel decken können. Da die verarbeiteten Lebensmittel oft in irgendeiner Form tierische Produkte enthalten, neigen Veganer dazu, weniger verarbeitete Lebensmittel zu essen.

Aber Achtung! Es gibt jede Menge Junkfood, das leider das Etikett „vegan“ zu sein erfüllt (wie Chips, einige Fertiggerichte, Süßigkeiten und Softdrinks). Die meisten Veganer und Veganerinnen sind jedoch sehr gesundheitsbewusst und entscheiden sich auch für eine vegane Ernährung, um von verarbeiteten Lebensmitteln wegzukommen.

Was sind also die Vorteile? Die meisten Menschen, die auf diese Art der Ernährung umsteigen, erleben sofort eine dramatische Gewichtsabnahme und einen Anstieg der Energie, aber es gibt noch weitere dramatische Vorteile. Eine vegane Ernährung kann helfen, chronische Schmerzsymptome deutlich zu verringern.

Keine Milch -> weniger Entzündungen

Viele Studien zeigen, dass Milchprodukte eine allgemeine Entzündungsreaktion im Körper auslösen (die Schmerzen verursacht), und eine vegane Ernährung verzichtet vollständig auf Milchprodukte. Eine fleischbasierte Ernährung macht den Körper ausserdem saurer, was ebenfalls eine Entzündungsreaktion auslösen kann. Der drastische Gewichtsverlust verringert die Belastung und den Druck auf die Gelenke und hilft so Menschen mit chronischen Gelenk- und Rückenschmerzen, und viele Fibromyalgie-Patienten berichten von weniger oder gar keinen Schmerzen. Eine vegane Ernährung, die reich an Ballaststoffen, unverarbeitetem Blattgemüse und antioxidativ wirkenden Früchten wie Kirschen und Blaubeeren ist, hilft nicht nur bei der Bewältigung von Schmerzen, sondern bietet viele andere gesundheitliche Vorteile.

Wichtig ist auf eine ballaststoffreiche Ernährung zu achten, da diese zusätzlich eine stark entzündungshemmende Wirkung hat.

Auch Aminosäuren spielen eine wichtige Rolle! Studien belegen, dass die gesteigerte Bildung von entzündungsfördernden Kettenreaktionen im Körper mit der Aufnahme der Arachidonsäure aus Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs zusammenhängt. Entzündungshemmende Eigenschaften werden hingegen Omega-3-Fettsäuren zugeschrieben, die besonders Leinöl bzw. Leinsamen vertreten sind. Dabei empfehle ich jedoch – aufgrund der Ballaststoffe – die vollwertigen Leinsamen zu konsumieren.

Tipp Nr. 10: Glutenarme Ernährung

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Auch eine glutenarme Ernährung kann dir helfen, deine Schmerzen los zu werden. Eine Studie im Jahr 2014 (Quelle: Ncbi.nlm.nih.gov) hat gezeigt, dass Fibromyalgie (eine der wohl schmerzhaftesten Erkrankungen) erfolgversprechend behandelt werden kann durch Meiden von glutenhaltigen Lebensmitteln.

Dazu muss ich kurz anmerken, dass Fibromyalgie verschiedene Krankheitsbilder haben kann. Dazu gehören auch die folgenden, an der Studie aufgelisteten Beschwerden. Bei acht Patienten war ein chronisches Müdigkeitssyndrom diagnostiziert worden. Siebzehn Patienten hatten eine gastrointestinale Störung (Reizdarmsyndrom, gastroösophagealer Reflux, Verstopfung, Dyspepsie, Hiatushernie, Laktoseintoleranz oder unspezifische Entzündung des Dickdarms).

Andere Diagnosen waren Depression (acht Patienten), Migräne (acht Patienten) und Hypothyreose ohne Verbesserung der Fibromyalgie mit Schilddrüsenhormonsubstitution (drei Patienten). Fünf Patienten hatten Merkmale einer undifferenzierten Spondyloarthritis und ein Patient hatte eine Psoriasis-Arthritis. Die durchschnittliche Beobachtungszeit der glutenfreien Ernährung betrug 16,4 Monate.

Der Grad der chronischen Schmerzen verbesserte sich bei allen Patienten dramatisch

bei 15 Patienten waren die chronischen weit verbreiteten Schmerzen nicht mehr vorhanden, was auf eine Genesung der Fibromyalgie hinweist. Fünfzehn Patienten kehrten zur Arbeit oder ins normale Leben zurück. Bei drei Patienten, die zuvor in Schmerzabteilungen mit Opioiden behandelt worden waren, konnten diese Medikamente abgesetzt werden. Müdigkeit, gastrointestinale Symptome, Migräne und Depression verbesserten sich ebenfalls zusammen mit den Schmerzen. Die Patienten, welche beide an oralen Aphthen litten, gingen in eine komplette Remission (Genesung) ebenfalls die Patienten mit der psoriatischen Arthritis und der undifferenzierten Spondyloarthritis.

Im Internet findest du in englischer Sprache noch mehr Studien zu diesem Thema. Bei einer glutenfreien oder -armen Ernährung ist es jedoch sehr wichtig, dass du darauf achtest, immer genug Ballaststoffe zu dir zu nehmen. Denn oft enthalten glutenfreie Produkte nicht wirklich viel davon. Ausserdem führt – laut Studie- eine glutenfreie Ernährung oft zu einem zu hohen Blutzuckerspiegel, was wiederum zu Diabetes führen kann. Grund dafür ist, dass glutenfreie Produkte aus dem Handel oft weniger Ballaststoffe enthalten und einen höheren glykämischen Index vorweisen, d. h. der Blutzuckerspiegel steigt schneller an. Generell hat sich der Ballaststoffgehalt dieser Produkte in den letzten Jahren jedoch verbessert. Und wenn man besonders auf die Ballaststoffe achtet, dann kann diese Ernährungsumstellung dein Leben ändern. Damit spreche ich aus eigener Erfahrung.

Tipp Nr. 11: Cannabis

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Cannabis oder Hanf (beide Wörter bezeichnen dasselbe) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde. Sie kann uns mit Öl, Papier, Brennstoff, Baumaterial und Kleidung versorgen. Sie liefert in ihren Samen ein hochwertiges Nahrungsmittel und Tierfutter. Und in ihrem Harz eine Fülle von Inhaltsstoffen, die sie zu einer vielseitigen Heilpflanze machen.

Der Hanf ist eine schnellwüchsige, krautige, einjährige Pflanze. Grob unterscheidet man:

  • Nutz- oder Industriehanf – mit hohem Faseranteil
  • Drogenhanf – mit hohem THC-Anteil
  • Medizinalhanf – mit hohem CBD- und/oder THC-Anteil

Drogenhanf ist erhältlich als Marihuana oder Haschisch. Marihuana besteht aus getrockneten, zerkleinerten und zerriebenen Hanfblüten und Hanfblättern. Unter Haschisch versteht man das gepresste, zu einer dunklen Masse verarbeitete Harz aus Blüten und Blättern. Der THC-Gehalt von Drogenhanf ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Er betrug in der Schweiz 2017 durchschnittlich 10% (Marihuana) bzw. 19% (Haschisch). Damit konsumiert man aus medizinischer Sicht eine massive Überdosis.

Inhaltsstoffe und Wirkungen

Man kennt ungefähr 600 verschiedene chemische Bestandteile des Cannabis. Sie verteilen sich auf 19 Gruppen. Therapeutisch am interessantesten ist die Gruppe der Cannabinoide.

Cannabinoide

Cannabis enthält mehr als 100 Cannabinoide. Soweit bekannt, kommen sie ausschliesslich im Hanf und sonst nirgendwo im Pflanzenreich vor. Am besten untersucht sind die beiden Cannabinoide Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

CBD

Cannabisforscher schreiben dem CBD ein breites Spektrum verschiedenartiger Wirkungen zu. Rheumabetroffene mit CBD-Erfahrung bestätigen insbesondere eine entzündungshemmende und eine schmerzreduzierende Wirkung von CBD und dass sie dank CBD besser schlafen.

THC

Auf THC geht die Rauschwirkung zurück, derentwegen Cannabis dem Betäubungsmittelgesetz unterworfen wurde. Am meisten THC ist in den unbefruchteten weiblichen Blüten (bis 30%) und in den blütennahen Blättern enthalten. Unter den mutmasslichen therapeutischen Wirkungen des THC stehen für Rheumabetroffene seine Schmerzlinderung und – in hohem Alter – die Appetitanregung im Zentrum. (Quelle: rheumaliga.ch)

Mehr zu diesem Thema findest du auf der Seite der Rheumaliga Schweiz.

Tipp Nr. 12: Candida Albicans

Was ist Candida albicans? Er ist Teil unserer natürlichen Mikroflora – oder der Mikroorganismen, die üblicherweise in oder auf unserem Körper leben. Er kann im Magen-Darm-Trakt, im Mund und in der Vagina gefunden werden.

Candida albicans ist die häufigste Ursache für Pilzinfektionen bei Menschen. Sein Artname, albicans, kommt von dem lateinischen Wort für „weiß“. Der Hefepilz erscheint weiß, wenn er auf einem Teller kultiviert wird. Und bei bestimmten Infektionen, wie Soor, kann er weiße Flecken verursachen.

Normalerweise halten die gesunden Bakterien in Ihrem Körper die Candida-Werte unter Kontrolle. Wenn jedoch die gesunden Bakterien gestört sind oder das Immunsystem geschwächt ist, kann Candida beginnen, sich zu überproduzieren. was als Candidose bekannt ist.

Besonders Menschen, die kürzlich Antibiotika eingenommen haben, Menschen mit unkontrolliertem Diabetes, immunsupprimierte Personen, schwangere Frauen, Menschen, die orale Verhütungsmittel einnehmen oder eine Hormontherapie machen und Menschen unter grossem Stress.

Die häufigsten Symptome im Zusammenhang mit Candida sind Müdigkeit, Brain Fog und Abgeschlagenheit. Gründe dafür sind, dass Candidose häufig mit einem Mangel an Nährstoffen einhergeht, wie z. B. Vitamin B6, essentiellen Fettsäuren und Magnesium. Insbesondere Magnesiummangel ist dafür bekannt, dass er Müdigkeit verursacht.

Candida-Infektionen treten häufig auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Eine Studie legt nahe, dass eine anhaltende Candidose des Darms sogar eine mögliche Ursache für das chronische Müdigkeitssyndrom sein kann.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann auf Candida kommen

Immer mehr Menschen leiden an einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Häufige Symptome sind eine laufende Nase, Nasenverstopfung, Geruchsverlust und Kopfschmerzen.

Obwohl kurzfristige Nasennebenhöhlenentzündungen meist durch Bakterien verursacht werden, geht man davon aus, dass viele längerfristige, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen durch Pilze verursacht werden.

Eine Studie der Mayo Clinic untersuchte eine Gruppe von 210 Personen mit chronischen Nasennebenhöhleninfektionen und fand heraus, dass 96 % von ihnen eine Überpopulation an Pilzen in ihrem Schleim hatten (Quelle: Science Daily).

Wenn Sie Nebenhöhleninfektionen haben, die länger als einen Monat andauern, kann Candida daran schuld sein.

Untersuchungen haben gezeigt (auf ncbi.nlm.nih.gov publ.), dass Candida albicans Erkrankungen der Schleimhäute induzieren kann. Die Besiedlung von Schleimhautoberflächen mit Candida albicans kann bei einer Überpopulation zu lebensbedrohlichen Infektionen führen. Ungefähr 75 % der Frauen werden in ihrem Leben eine Episode von Candida-Vaginitis haben (Scheidenpilz) und invasive Candidose ist besonders häufig auf Intensivstationen, wo die Mortalitätsrate 45-49 % erreicht. Noch schlimmer ist, dass die Resistenz von Pilzen, insbesondere von Candida albicans, gegen Antibiotika zugenommen hat.

Es gibt verschieden Arten zu erkennen, ob du an einer Candida Überpopulation leidest. Du kannst zum Arzt gehen und dich testen lassen; feststellen, dass du deine Zunge einen weissen Film auf der Oberfläche vorweist; du verfaulten Mundgeruch hast trotz Zähneputzen oder du kannst einen morgendlichen Spucktest machen.

Der Candida albicans Spucktest

ist ganz einfach. Morgens, wenn du aufstehst füllst du dir ein Glas Wasser und spuckst dort ordentlich rein. Du darfst vorher nichts trinken, essen oder Zähneputzen. Mach es am Besten direkt nach dem Aufstehen. Nach einer Stunde überprüfst du dann, was mit deinem Speichel passiert ist. Haben sich von der Wasseroberfläche her Fäden nach unten gebildet? Ist am Glasboden eine leicht trübe Speichelansammlung? Wenn ja, dann hast du eine Candida Überpopulation.

In einer Studie aus dem Jahr 2017 (publ. auf ncbi.nlm.nih.gov) wurde festgestellt, das Papayakerne eine bemerkenswerte hemmende Wirkung auf Candida albicans aufweisen. Die Besiedlung konnte um 95% reduziert werden!

Papayakerne haben noch viele andere gesundheitliche Vorteile, weshalb ich mir einmal im Monat eine Papaya kaufe und dann die Kerne trockne. Ich konsumiere sie fast täglich und meine Hunde bekommen sie zur Vorbeugung gegen Würmer (auch dazu gibt es eine Studie).

Es gibt aber auch noch andere natürliche Mittel, die gegen Candida helfen: Knoblauch, Echinacea, Grapefruitkernextrakt u.v.m. Du findest dazu Anleitungen im Internet.

Tipp Nr. 13: PH-Wert

Unser Körper hat ein natürliches Gleichgewicht, das Homöostase genannt wird. Wenn wir zu sauer sind, werden Mineralien wie Kalzium aus unseren Knochen und Magnesium aus unseren Muskeln ausgelaugt, um den Körper zu alkalisieren. Eine andere Art und Weise, wie unser Körper versucht, uns vor Säure zu schützen, besteht darin, sie mit Fett zu puffern und im Körper zu speichern.

Aus einem schlecht regulierten PH-Wert können sich chronische Muskel- und Gelenkschmerzprobleme durch Entzündungen und oxidativen Stress im Gewebe, entwickeln.

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, den pH-Wert der Körperflüssigkeit, der zwischen 7,35 und 7,45 liegen sollte, auf natürliche Weise zu erhöhen.

Um deinen Körper wieder in Balance zu bringen helfen z.B. Natron, Gemüse und Früchte.

Tierisches Eiweiss, Weizen, Gluten, Milchprodukte, raffinierter und verarbeiteter Zucker hingegen, sind alle stark säurebildende Lebensmittel. Gängige Substanzen wie Kaffee, Tee, Alkohol, Tabak sind ebenfalls von Natur aus säurebildend. Es ist wichtig, dass du diese Produkte meidest oder den Konsum davon reduzierst.

Tipp Nr. 14: Bewegung

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Tipps gegen Schmerzen

Das Thema Bewegung ist ein wichtiger Faktor bzgl. Schmerzen. Oft fällt es den betroffenen Menschen jedoch schwer das zu glauben, da bei ihnen Bewegung häufig mit Schmerzen verbunden ist.

Der Vorteile von körperlicher Aktivität ist bekannt. Sie kontrolliert das Gewicht, reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen, stärkt Knochen und Muskeln, verbessert die geistige Gesundheit und die Stimmung, verbessert die Fähigkeit, tägliche Aktivitäten auszuführen und Stürze zu vermeiden, und erhöht die Chancen, länger zu leben. Bewegung und körperliche Aktivität haben nicht nur Vorteile bei gesunden Menschen, sondern auch bei Schmerz-Patienten. Bewegung kann durchaus als ein Medikament betrachtet werden. Und oft ist der wichtigste Nutzen von Bewegung für Patienten die verbesserte Schmerzkontrolle.

Zuviel schonen kann kontraproduktiv sein

Bei chronischen Schmerzen die Bewegungsdauer, -geschwindigkeit und -variabilität einzuschränken, mag kurzfristig protektiv sein, aber langfristig wirkt es sich leider kontraproduktiv auf den Körper aus. Die richtige Dosierung von dynamischen Mehrmuskelübungen würde die Bewegungsvariabilität fördern. Übungen, die den Einsatz verschiedener Bewegungsstrategien beinhalten, könnten effektiv dabei helfen, trainingsinduzierte Vorteile zu erzielen und gleichzeitig Verletzungen und Schmerzverschlimmerungen vermeiden.

Geeignete Bewegungsstrategien sind zum Beispiel Tai-Chi und Qi-Gong, aber auch Aqua-Gymnastik hat sich sehr bewährt.

Tipp Nr. 15: Meditation & Mindfulness

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Tipps gegen Schmerzen

Meditieren und Mindfulness ist in Mode gekommen. Zu recht, denn die Studien die bisher darüber gemacht wurden, sprechen für sich.

Eine kontrollierte Studie von 2012 fand z.B. heraus, dass Menschen, die Mindfulness (Achtsamkeit) praktizierten, Schmerzen um 22 Prozent reduzieren konnten. Sie waren auch in der Lage, die Erwartungsangst um 29 Prozent zu reduzieren.

Eine 2014 durchgeführte Meta-Analyse zu Achtsamkeit und Schmerz fand heraus, dass Mindfulness und Meditation Depressionen und Ängste bei Menschen mit chronischen Schmerzen linderte. Die Studie empfahl medizinischen Fachkräften, Meditation in ihre Schmerzbehandlungsprogramme zu integrieren.

Eine 2017 durchgeführte Überprüfung nicht-pharmakologischer Behandlungen berichtete, dass achtsamkeitsbasierte Stressreduktion in der Lage war, Schmerzen im unteren Rückenbereich in einer Studie mit 350 Erwachsenen um mehr als 30 Prozent zu verbessern. Es wurde festgestellt, dass die Ergebnisse ein Jahr nach der Behandlung anhielten.

Eine 2017 durchgeführte Studie mit 864 Personen mit Schmerzen im unteren Rückenbereich ergab, dass Meditation mit einer kurzfristigen Verbesserung der Schmerzintensität und der körperlichen Funktionsfähigkeit verbunden war.

Ein 2018 veröffentlichtes Whitepaper zur nicht-pharmakologischen Schmerzbehandlung kam zu dem Schluss, dass nicht-pharmakologische Behandlungen zu wenig genutzt werden. Das Papier stellte fest, dass Achtsamkeitspraktiken positive Effekte für Menschen mit chronischen Schmerzen wie Kopfschmerzen, Fibromyalgie und Reizdarmsyndrom zeigen.

Eine 2018 veröffentlichte Studie berichtete, dass erfahrene Meditierende weniger schmerzempfindlich waren als eine Kontrollpopulation, gemessen durch MRI-Gehirnscans.

Eine 2019 durchgeführte Studie zu Mindfulness und Schmerz kam zu dem Schluss, dass Achtsamkeit mit einer geringeren Schmerzempfindlichkeit verbunden war, auch bei Menschen, die keine vorherige Erfahrung mit Meditation hatten.

Fazit

Alle diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen uns auf, dass wir Menschen enorm vielschichtig und unterschiedlich sind, dass uns aber viele wunderbare Helfer zur Verfügung stehen. Um einen Erfolg zu erzielen, empfehle ich wie immer – von allem etwas und von keinem zu viel.

Ballaststoffe für ein kampfbereites Immunsystem

Gerade bei Schmerzpatienten darf man einfach die Darmgesundheit nicht vergessen. Denn der Darm ist eines unserer grössten Organe und oft das Zuhause von versteckten Entzündungen in unserem Organismus. Ballaststoffe z.B. stärken unseren Darm und unser Darmmilieu, was wiederum für ein kampfbereites Immunsystem sorgt und somit für weniger Entzündungen und Schmerzen.

Ich hoffe du hast unter diesen Tipps auch einige Punkte gefunden, welche du ausprobieren möchtest im Kampf gegen deine Schmerzen.

Möchtest du gerne mehr darüber erfahren? Ziehst du eine Behandlung in Erwägung, aber du bist dir noch zu unsicher auf dem Gebiet? Gerne unterstütze ich dich bei deiner individuellen Schmerztherapie!

Ich wünsche dir viel Erfolg mit meinen Tipps, weniger Schmerzen und damit mehr Freude am Leben!
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